Aussage von Cristobal F.

 

 


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Agora

Die neue Geburt

Die Explosion meines Lebens

Zweite Nacht

Aussage von Cristobal F.

Aussage von REGIS

 

 

 

 

Vor allen Dingen möchte ich denen die sich für die Bwiti-riten und die Iboga-therapie interessieren sagen, dass man sich nicht leichtfertig dafür entscheiden sollte. Je mehr man sich darauf vorbereiten kann desto besser ist es.

Denn trotz des Weges den ich gegangen war und den vielen Erfahrungen die ich erlebt hatte bevor ich die Ibogaeinweihung machte, ist es für mich eine Reise von der ich noch nicht zurückgekommen bin, von der man sowieso nicht zurückkommt...Iboga bringt Sie dazu sich selbstgegenüber zu stehen, da gibt es kein Verstecken mehr. Auch wenn es unglaubliche Dinge zu erzählen gibt, gibt es andere die Sie dazu zwingen die dunklen Seiten, die man am liebsten für immer vergessen würde, zu akkzeptieren. Aber auch das ist positiv.

Ich war hier hergekommen mit dem Vorhaben meine Schüchternheit, meine Schwierigkeiten mit anderen in Kontakt zu treten und nicht zu wissen was ich in meinem Leben machen wollte, zu heilen.

Gleichzeitig war es eine spirituelle Suche, ich wollte Antworten auf lebenswichtige Fragen bekommen, wer bin ich? Was tue ich in diesem mir unverständlichen Universum? Ich suchte Bestätigung für meinen mystischen Glauben, ich wolte SEHEN.

Manche mussten sich nicht übergeben, gingen auf die Toilette, andere spürten nichts besonderes, jemand anderes bekam Panik und schrie als wolle man ihn abstechen.

Ich erbreche fast meine Eingeweide, mein Magen verkrampft sich und mein Bauch tut weh, ich frage mich wann es endlich vorbei ist, aber mein Körper findet immer noch was rauszuwerfen? Ich frage mich wo das nur alles herkommt? Ich bin beunruhigt, dass Ibogaholz wieder herauszubrechen, ich sage das zu Mallendi,der mir antwortet:” Iboga ist in dir drin”. Ich gehe auf die Toilette. Als ich wiederkomme muss ich mich wieder übergeben und eine Art flüssiges, weisses , glibberiges Seil kommt aus meinem Mund heraus. Sowas hatte ich noch nie erbrochen, dabei war ich schon oft betrunken. Ich habe das Gefühl, dass ich der einzige bin der so viel erbrechen muss.

Dann fange ich an mich “besser” zu fühlen. Ich habe den Eindruck, dass etwas in meinem Körper im Umlauf ist und wirkt, es wärmt, mir wird warm und kalt, meine Sinne sind viel sensibler. Ich sehe, höre alles mit einer Klarheit und einer neuen Kraft. Durch die Musik höre ich Stimmen. Ich höre zwei Schlingel die sich zu meiner Rechten zanken, es ist so echt, dass ich meinen Kopf dorthin drehe. Ich höre einen Mann etwas rufen, dann eine Frau singen. Ich spüre körperlich die Klänge und die Noten.Ich kann meinen Zustand nicht beschreiben, ich bin hyperbewusst. Ich habe kein Zeitgefühl mehr, aber das ist auch nicht wichtig.

Am nächsten Morgen stehe ich auf um mit Claire spazieren zu gehen (die Pflanze hatte ihr in einem vorigen Seminar ihre Gabe als Medium gezeigt) und mit Laurent. Sie erzählt uns was sie bei jedem von uns sieht, es sind übrigens sehr persönliche Dinge.

Wir bleiben vor einem Zaun stehen, dahinter befinden sich ein Esel und ein Pferd. Sie fängt an mit dem Pferd zu sprechen, welches ein schlechtes Gewissen zu haben scheint, weil es Kinder beim Reitunterricht hat fallen lassen. Sie macht ihm Mut, das Pferd wird unruhig und trabt im Kreis herum, wie in de Manege. Dann schüttelt es sich und hüpft herum und folgt uns galoppierend, als ob es verrückt vor Freude sei!

Am Ende des Nachmittags fühle ich mich leer ohne Leben, wie tot...aufeinmal als ich allein war, bin ich sicher tot zu sein. Mein Körper ist physisch da, aber mein Geist ist fort. Das ist kein sehr angenehmes Gefühl.

 

Dritter Tag:

Diese Nacht ist wie die vorherigen... es wechselt sich ab zwischen Momenten wo ich wach bin und in bunten Träumen, zu reich um mich an sie zu errinnern. Aber es gibt ein einzigartiges Phänomenen.

Dreimal werde ich wach mit dem körperlichen Gefühl, als ob ein Beutel aufplatzen würde und eine nicht materielle Flüssigkeit aus mir herauslaufen würde und das tut jedesmal sehr gut. Ich fühle das gleichzeitig an den Nieren und am Magen und jedesmal stöhne ich auf und atme stark aus. Das tut mir unsagbar gut!

Um 4 Uhr morgens wachen fast alle auf, wir hören starken Wind ums Haus pfeifen. Ich sage mir, das ist der Geist des Holzes (Iboga) der weggeht, seine Arbeit ist getan. Alles wird wieder ruhig bevor ich wieder einschlafe. Morgens früh, vor 8 Uhr, ist der Himmel strahlend blau.

Beim Aufstehen fühle ich mich frisch und lebendig trotz der frühen Stunde um zu fühstücken.

Ich fühle mich voll neuer Energie, voll von gutem Willen den anderen gegenüber, und belebt von dem wahren Wunsch auf die anderen zuzugehen, sie kennenzulernen und ihnen zu helfen. Was ich da sage ist völlig unmöglich, das sah mir vorher absolut nicht ähnlich!

 

 

 

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