Ausage von  Alain G.

 

Zweite Nacht:


meyaya@iboga.org
 

 

Agora

Die Neue Geburt

Die Explosion meines Lebens

Zweite Nacht

Aussage von Cristobal F.

Aussage von REGIS

 

 

 

 

Das zweite Ibogabällchen schafft es auch in meinen Magen zu gelangen, dadurch wurde das erste direkt unter mein Herz befördert (ich hatte das Gefühl, dass Iboga sich selbst dahin getan hatte) Iboga drückt stark auf mein Herz, von unten nach oben, und ich werde von einer Hitzewelle überschwemmt. In meiner Brust fühle ich einen horizontalen Balken liegen und die Hitze wird immer stärker. In meinem Kopf kann ich mich errinnern, ich habe das schonmal gefühlt- ich entsinne mich den Tod schonmal so gefühlt zu haben- ich weiss, dass mein Herz still steht, und instinktiv atme ich ganz stark durch und stoppe damit diesen Prozess. Der Druck lässt nach, und nach mehreren grossen Einatmungen, werde ich ruhiger, dann wird der Druck wieder stärker und schneller, ich atme wieder stärker... ich weiss nicht wie oft sich das wiederholte, 5 oder 6 Mal und ich verstand, dass ich das nicht ewig unter Kontrolle halten konnte. Trotz der Angst dachte ich daran was Mallendi uns Nachmittags gesagt hatte (oder er führte mich direkt, ich weiss es nicht)

“ die Angst muss sich in Mut verwandeln, der Mut in Vertrauen, und das Vertrauen macht den Willen stark” Dann kann ich loslassen denn ich habe Vertrauen in Iboga. Der Druck kommt wieder, die Hitze wird unerträglich und dann saust mir ein Pfeil durch das Herz und kommt oben heraus und explodiert in meinem Gehirn. Nichts mehr...

 

 

Wenn ich sehr konzentriert war, sah ich manchmal die vielen Gesichter sich auflösen und der Spiegel war leer, aber ich konnte diese beiden Bilder, von denen uns Mallendi erzählt hatte nicht erkennen. Er hatte uns gesagt, dass wir ihnen Fragen stellen können und die Antwort würde uns durch ein anderes Bild

gegeben. Dann kann man dem neuen Bild eine neue Frage stellen und die Antwort wird wieder durch ein anderes Bild gegeben und so weiter...

 

Mein innerlicher Dialog war jetzt sehr intensiv und aufeinmal, überrascht durch einen Gedanken fühlte ich wie das Ibogabällchen in meinem Magen brannte. Da verstand ich , dass dieser Gedanke Iboga gehörte, ab dem moment hatte ich ein richtiges Gespräch mit der Pflanze. Wenn ich nicht sofort erkannte, dass der Gedanke von ihr kam, spürte ich es wieder in meinem Magen brennen. Ausserdem hatte Iboga einen starken afrikanischen Accent, den selben wie Mallendi, und meine eigenen Gedanken hatten  ihn lustigerweise auch.

 

 

Ein drittes Bällchen und dann ein viertes werden verteilt, genau wie in der letzten Nacht immer mit einer Stunde dazwischen.

 

 

Ich habe mich hingelegt, sehr müde, aber der Kopf so leicht und voller Gedanken, dass ich nicht schlafen konnte (es gab so viel zu sehen !).

 

 

Um das Fenster herum bewegte sich ein Pfeil und zeigte nach draussen wo es gerade hell wurde, Iboga wollte raus. Ich duschte, ging noch schnell in die Küche des Schlosses um einen Orangensaft zu trinken und ging nach draussen.

 

Draussen sagt Iboga “ Jetzt musst du deinen Bart abrasieren”. “hum,”sagte ich 

peinlich berührt, ”warte ein bisschen, lass uns später darüber reden”. Iboga:”und höre auf für diese Firma zu arbeiten, die bald bankrott machen wird”. “Aber...,was soll denn das nun? Es war doch die Rede davon,dass ich die Wahl treffe” und da meinte ich die Pflanze lachen zu hören:” du hast aber Zeit gebraucht !  Also was machen wir jetzt?”.

 

 

 

Nachmittags waren alle versammelt, jeder erzählte von seinen Erlebnissen. Früher wäre ich niemals in der Lage gewesen vor mehr als 2 Personen auch nur einen korrekten Satz hervorzubringen. Aber hier, möchte ich erzählen, ich suche das Wichtigste aus den tausend Dingen die ich zu sagen habe, heraus.

Während ich sehe wie die anderen mir zuhören, empfange ich die Energie die sie mir zusenden. Am Ende sagen mir alle:”bassé”( Gratulation), ich explodiere fast vor Freude und sage ihnen auch “bassé”(danke).

 

 

 

Ich erzählte auch meinen nahen Familienangehörigen meine Erfahrung und zum ersten Mal sagte ich zu meinem Sohn mit feuchten Augen, dass ich ihn liebe.

 

 

Mir ist bewusst wie empfindlich mein Gewinn ist, die tägliche in Frage stellung, ich bin am Anfang einer grossen Veränderung, alles andere ist noch zu sagen und vor allen Dingen zu leben. Heute, einen Monat nach dem Seminar, habe ich das Gefühl mich in meiner Haut wohl zu fühlen und in der Gesellschaft meinen Platz einzunehmen. Das ist viel mehr wert als im Lotto zu gewinnen, aber auch viel schwieriger zu behalten, es auf keinen Fall in einen Tresor ein zuschliessen sondern es zu kultivieren und es leben zu lassen

 


Remarques

 

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