|
Die Explosion meines
Lebens
Ich komme aus einer Familie mit drei Kindern und leider
war ich was man zu der Zeit einen “Unfall” nannte. Und meine Mutter
liess mich das sehr stark fühlen. Schläge,
Bestrafungen, Demütigungen, Beschimpfungen..., war mein tägliches Brot bei
meinen Eltern. Was für ein Glück! Ich war die Einzige die leiden musste,
alles war für mich!
Als ich endlich mein Zuhause verlassen konnte, um mit
meinen eigenen Flügeln zu fliegen, hatte ich eine Ruhepause: ich arbeitete,
hatte Freunde und war weit weg.
Dann habe ich meinen Mann kennengelernt und leider
wurde der nicht besser mit dem Alter wie das beim Wein der Fall ist! Er demütigte
mich, hatte Wutanfälle, erdrückte mich. Sobald ich eine Arbeit fand,
verliess ich ihn.
Dann hatte
ich mehrere Autounfälle, finanzielle Schwierigkeiten, Belästigung am
Arbeitsplatz. Und mir fiel auf, wenn mir etwas Positives passierte, traf
kurz darauf etwas ganz stark Negatives ein, wodurch alles Positive wie
weggewischt war.
Es gab eine neue Gelegenheit: eine neue Arbeit in einer
neuen Gegend und eine neue Beziehung ! In einer Woche war ich umgezogen.
Alles ändert sich, das Rad hat sich wieder mal gedreht. Alles fällt ins
Wasser: der versprochene Arbeitsvertrag wird einen Tag nach der
Unterzeichnung wieder rückgängig gemacht, die Person, die mir bei der
Arbeitssuche behilflich war, war krank, und der neue Freund hatte Angst sich
zu binden !
Damit war es nun noch nicht vorbei, meine Oma wird
schwer krank: ein Krebs im Endstadium. Wir waren uns sehr nah. Sie hätte
mich gerne adoptiert.
All diese Ereignisse waren schwer für mich zu tragen.
Durch meine Erziehung und durch die Demütigungen konnte ich das Leben nicht
mehr positiv sehen.
Mehrere Monate nach dem Tod meiner Grossmutter, sagte
mir eine kleine innere Stimme, ich solle einen Stift und ein Blatt Papier
nehmen, und dann fing ich an automatisch zu schreiben.
Während des Seminars: so um 21 Uhr sprechen wir von
den Kosten des Seminars (ein für mich unangenehmes Thema) und Gérard fragt
uns, ob wir gesundheitliche Beschwerden haben, das ist sehr wichtig wegen
der Dosierung der Pflanze.
Um 22 Uhr kommen alle 11 Seminarteilnehmer und die
Personen, die uns begleiten werden zusammmen; natürlich Mallendi, Emilie,
Jeanne, Julien und ein Freiwilliger. Jeder kommt dran, stellt sich vor und
erklärt warum er oder sie hier ist: Drogenprobleme, Alkoholismus, Tabakabhängigkeit,
Agressivität, Magersucht, Fresssucht....bis hin
zur Neugierde!!
Um
Mitternacht gehen wir alle in einen von Kerzen erhellten Raum, an einem Ende
steht ein Altar, und drumherum waren Matratzen, Decken, Wasser,
Papierservietten...und der Eimer !!! Eine leise Musik umfing uns.
Nach der
Einnahme des ersten Löffels, fand ich den Geschmack gar nicht so ekelig wie
es mir beschrieben worden war. Es ist wahr, ich hatte ja Zeit gehabt mich
darauf vorzubereiten!
Nach ungefähr
einer halben Stunde kommt Mallendi zu jedem von uns, um uns den zweiten Löffel
zu geben. Ich sah kleine Lichter vor meinen Augen; ich schaute überall hin
um zu sehen, wo sie herkamen...aber sie waren nur in meinem Blickfeld.
Nach der
dritten Einnahme, als Mallendi kaum gegangen
war, schaute ich zur Nische, als sie durch einen grossen schwarzen Vorhang
ersetzt wurde. Eine Tür öffnet sich. Ein Kopf schaut heraus und sieht mich
an. Mein Herz schlägt stark und Tränen laufen mir an den Wangen hinunter.
Es war meine Grossmutter mit ihrem beigen Mantel bekleidet und einem Kleid
darunter, schön gekämmt, nicht krank !!
Sie erkennt
mich und mit einem strahlenden Lächeln, hält sie ihren Mantel und ihr
Kleid etwas hoch um nicht zu fallen, während sie die Treppe hinunter geht.
Als sie unten angekommen ist, verwandeln sich ihre Arme in Flügel und ich
sehe meine Oma auf mich zu fliegen. Ich dachte ich könnte sie anfassen,
mich in ihre Arme werfen und »Omi!!! Du bist es!!! » schreien!
Eine
wunderbare Errinnerung ist das ! Diese Vision hat mir sehr gut getan. Danke
Iboga.
Meine
Grossmutter verschwindet schnell. Ich komme wieder zu mir, achte auf meinen
Atem und trockne mir die Augen. Die Tür geht von neuem auf und eine kleine
Person, die ich nicht gleich erkenne, geht die Treppe hinunter. Nun erkenne
ich sie, es ist meine Cousine, welche 1988 gestorben war. Sie freut sich. In
Gedanken rufe ich sie, ich lächele.
Endlich
verstand ich was die Pflanze wollte, ab dem Moment war ich eins mit ihr: sie
schickte mir « Flashs »(Bilder) von manchen sehr traurigen
Momenten die ich erlebt hatte, und ich antwortete: « ja das war....(Zusammenfassung
der Situation), es ist negatv, du kannst auslöschen ». Auf diese
Weise kamen
verschiedene « vergessene » Lebenssituationen hoch.
Jedes Mal wenn ich ums auslöschen
bat, wanderte ein grosses Gewicht in meinem Körper hoch und ich übergab
mich.
Lange ging es so weiter, alle
Demütigungen, die schlechten Behandlungen, die ungerechten Bestrafungen,
die Schläge....alles kam in mir hoch und konnte heraus. Es fühlte sich an,
als sei ein Fahrstuhl in mir, der sehr schnell nach unten fuhr und langsam
vollbeladen wiedernach oben fuhr.
Manchmal wenn es zu schwer war
, schickte mir die Pflanze « ein bedrucktes Dokument »,
welches ich nicht lesen konnte. Dann sah ich, dass ein Datum unterstrichen
war. Ich errinnerte mich daran, was zu dem Zeitpunkt geschah und es wurde
herausgeschleudert.
Ich kann nicht mehr sagen, wie
oft der Fahrstuhl runter in meine Eingeweide und wieder hoch gefahren
ist.
Den ganzen Tag lang spürte
ich wie die Pflanze mich fragte, ob dieses oder jenes Ereigniss auszulöschen
sei.
Um Mitternacht bereiteten wir
uns auf die nächste Reise vor.
Drei Teelöffel für jeden,
mit einer halben Stunde Pause zwischen jeder Einnahme.
Ich erbrach mich noch zwei
oder drei mal , dann stoppte der Fahrstuhl definitiv. Endlich ging es an den
Wiederaufbau!
Ich mache meine Augen zu.
Vision:
eine lange blaue Röhre (stehend) welche sich mit einer roten Flüssigkeit füllt,
dadurch sieht man fast das Blau nicht mehr-das ist wichtig-.
Ich starre wieder auf den
Spiegel. Spiegel mein schöner Spiegel, sag mir warum....Gesichter,
Gesichter, und noch mehr Gesichter, bekannte, unbekannte.
Ausruhen der brennenden Augen.
Vision:
ein
dunkler Boden, eine sehr sehr lange Leiter steht auf einer schwachen
Lichtquelle. Ein Mädchen, ganz
dünn, ganz Klein, Pferdeschwanz, Pulli und einen Faltenrock an, hält die
Sprossen der Leiter fest und schaut nach unten: es ist dunkel. Mutig steigt
sie mehrere Stufen hinauf. Ganz oben, eine Frau, auch ganz dünn aber gross,
schaut dem Mädchen beim hochsteigen zu. Sie schaut das Mädchen an, reicht
ihr einfach die Hand, bleibt aber aufrecht auf ihrer Sprosse stehen. Das Mädchen
schaut die Frau an, die Hand, streckt ihre eigene Hand ihr entgegen,...und lässt
alles los. Die Frau schaut zu , ich auch. Das Mädchen fällt. Sie dreht
sich um sich selbst und fällt immer weiter, kommt an der Lichtquelle vorbei
und fällt in den dunklen Boden. Es ist ein sehr dunkler Brunnen. Sich um
sich selbst drehend fällt sie weiter. Mein Blick folgt ihr. Das Mädchen Fällt
noch lange so sich drehend. Selbst als ich sie nicht mehr sehen konnte folgt
mein Blick ihr immer noch, als ob ich in meinem Geist verankern sollte, dass
sie von dort wo sie jetzt war nicht mehr zurückkommen konnte. Ich hatte
keine Angst um sie, es war eine Erleichterung für mich. So, sie ist fort.
Ich bin in Frieden. Noch viel leichter.
Versammlung,
während des Nachmittags. Manche Personen haben noch Zweifel, andere fühlten
sich wie im « siebten Himmel ». Die kranken Verhaltungsweisen,
Essen, Tabak, Drogen, Agressivität,..betreffend waren völlig verschwunden.
Neue Männer und Frauen waren geboren
|